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Manon Lescaut

( Vorstellung am 2.Oktober 1955. Stuttgart, Staatsoper)
Nach der Vorstellung zu Hause angekommen warf Traxel einen Zettel
seiner Frau Elli zu und rannte ins Bad. Auf dem Zettel stand: ...

Heut steh' ich völlig machtlos da,
den Hals erkältet und die Ohren stier,
und was mir außerdem noch so geschah,
war äußerst schrecklich, glaubt es mir:
Geschminkt in Maske schritt ich leise flötend,
damit der Schleim vom Stimmband gehe,
auf einmal ruckt's, ich spür' errötend,
daß ich in meiner eignen Scheiße stehe.
Dann ging's zur Bühne,
jeder Ton im Halse rieb an den heiseren
Wänden müde sich,
den Arsch zusammen kniff der Hühne:
"Manon Lescaut, ich liebe Dich!"

(Josef Traxel)